© Kunsthaus Bregenz, Antony Gormley, Foto: Markus Tretter
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Körper

Den von ihm gewählten Landschaftsraum besetzt der Künstler in unregelmäßigen Abständen mit lebensgroßen Figuren aus Gusseisen. Gormley sagt, er markiere Orte, an denen der Mensch gewesen ist oder gewesen sein könnte. Die Plastiken zeigen einen aufrecht stehenden, nackten männlichen Körper, dessen Haltung, Mimik und Gestik auf ein Minimum reduziert ist. Der Kopf ist so ausgerichtet, dass die Figur in eine unbestimmte Ferne zu blicken scheint. Die Oberfläche der Statuen ist unbearbeitet, man sieht Nahtstellen und Gießöffnungen. Das Material gibt den Körpern eine changierende bräunliche Tönung, die an Erde erinnert. Da sie durch Oxydation an manchen Stellen rot überlaufen sind, wirkt die unempfindliche Außenhaut zugleich lebendig und verletzlich.

Anders als Denkmäler, die auf einem Sockel stehen und damit ihrer alltäglichen Umgebung enthoben werden, belässt Gormley seine Figuren direkt auf dem Boden. Sie sollen auf der gleichen Ebene stehen wie die BetrachterInnen, damit Begegnungen stattfinden können.

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